FOPA Aktivitäten

Aufgrund der öffentlichen Wirkung des Go-Ins und der FOPA Gründung machte die IBA einige Zugeständisse und stellte wenige frauenbezogene Aufträge, z.B. ein Gutachten und ein Werkstattgespräch in Aussicht.

Die Debatte über unzumutbare finanzielle Bedingungen und die inhaltliche Gestaltung dieser Aufträge führte zu einem sog. „Generationenkonflikt“ bei FOPA, zwischen älteren Wissenschaftlerinnen und jüngeren Berufsanfängerinnen. Hintergrund war die Forderung nach angemessener Bezahlung, die von den jüngeren Auftragnehmerinnen erhoben wurde, von den Wissenschaftlerinnen jedoch abgelehnt wurde, weil sie als die Verhandlerinnen in der Auseinandersetzung mit der IBA keine Spielräume mehr sahen. Im Zuge dieses Konflikts traten Veronika Keckstein, Kerstin Dörhöfer und einige andere 1983 aus dem Verein aus.

Die Verhandlungen mit der IBA wurden schwieriger und zogen sich jahrelang dahin. 1986 organisierte FOPA ein weiteres Go-In auf einem IBA Seminar. Dadurch wurde erreicht, dass die IBA endlich drei Neubauaufträge an Architektinnen vergab: der IBA Frauenblock.

Zur Geschichte und Auseinandersetzung um den sog. IBA Frauenblock in Berlin Dessauerstr. Ecke Stresemannstr. können Sie nachlesen in FREI.RÄUME 2 (Beitrag von Gunhild Reimann) und FREI.RÄUME 10 (Beitrag von Ida Schillen.

ibaAuf dem Foto ist das Modell des Wohnhauses der Architektin Zaha Hadid abgebildet, die aufgrund der FOPA Intervention die Chance erhielt, ihr erstes Bauprojekt in Berlin zu realisieren.

„Frauenblock ohne Frauen. Weibliche Architekten ausgebootet. Männerjury entscheidet über Männervorschläge …“ taz 15.4.86

 

 

iba block